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3. Oktober 2016

10.Spieltag der Kreisliga A: Der RSV ist wieder da!

„Der RSV ist wieder da“, sangen die Roßdorfer nach dem Schlusspfiff im Kreis. Die Erleichterung über die drei Punkte nach zuletzt drei sieglosen Spielen war der Mannschaft anzumerken. Gegen den FSV Cappel zeigte das Team von Trainer Carsten Schneider eine konzentrierte Vorstellung, stand in der Defensive sehr stabil, und brachte – vor allem in der ersten Halbzeit – zielstrebige Aktionen nach vorne zustande. Am Ende durften sich die Gastgeber über ein deutliches Endergebnis von 3:0 freuen.

Dabei hatte die Partie aus Sicht des RSV etwas holprig begonnen. Torhüter Harry Luzius musste in der Anfangsphase einige Male gegen mutig und offensiv startende Gäste parieren. Glück hatte Roßdorf, als ein Spieler des FSV Cappel mit einem Kopfball aus kurzer Distanz nur den Pfosten traf. Umso wichtiger war es in den unruhigen ersten Minuten, dass Mark Nemet einen Freistoß aus knapp 25 Metern, den er um die Mauer herum zirkelte, zum 1:0 für die Hausherren im Tor unterbrachte (11.). Es war bereits das siebte Saisontor des Neuzugangs.

Nun begann die stärkste Phase im Spiel der Roßdorfer. Zweikämpfe im Mittelfeld wurden gewonnen, die schnellen FSV-Angreifer weitgehend abgeschaltet. Und wenn die Schneider-Elf den Ball erobert hatte, ging es blitzschnell nach vorne. In der 30. Minute bediente Yanik Schick den einlaufenden Andre Abalhid mit einem Steilpass. Der Flügelspieler stand allein vor Cappels Torhüter Henning Unger und schob cool zum 2:0 ein.

Nur wenige Sekunden darauf ein Konter des RSV: über Nemet und Abalhid landete der Ball bei Alex Jurk, der mit einem Schlenzer ins lange Eck für das 3:0 und damit fast schon die Vorentscheidung sorgte. Cappel blieb jedoch auch danach engagiert und hatte gegen die Heimelf, die sich mit dem Vorsprung im Rücken tiefer in die eigene Hälfte fallen ließ, ein optisches Übergewicht. Neben der Konsequenz im letzten Drittel fehlte es aber auch etwas an Glück – so zum Beispiel in der 45. Minute, als ein Schuss von FSV-Stürmer Mischa Trier nur knapp am Tor vorbeistrich. So ging es mit dem 3:0 in die Halbzeit.

In der Kabine schworen sich Roßdorfs Spieler unter der Leitung von Carsten Schneider noch einmal ein. „Ein Spiel dauert 90 Minuten“ und „noch ist nichts gewonnen“ – übliche Phrasen, an denen aber eben doch sehr viel Wahres dran ist. Die Gastgeber gingen leicht verändert in den zweiten Durchgang: der noch leicht angeschlagene Niclas Kraus kam für Jürgen Decani in die Partie, dafür rückte Mario Ursprung von der Sechser-Position nach links hinten in die Viererkette. Der RSV zog sich weitgehend zurück und überließ der Mannschaft von Trainer Klaus Fischer das Feld, die aber bis auf eine Großchance – bei der erneut Harry Luzius mit einer tollen Parade zur Stelle war – wenig Nennenswertes in der Offensive auf die Beine stellte. Bei Roßdorf kamen im weiteren Spielverlauf Christoph Stuttfeld (für Mark Nemet) und Christian „Gomez“ Rhiel (für Andre Abalhid) ins Spiel. Sie halfen mit einigen gewonnen Zweikämpfen mit, den Sieg am Ende ungefährdet über die Zeit zu bringen.

Ein Sonderlob verdiente sich bei den Gastgebern Walid Merzai, der im offensiven Mittelfeld eine überragende Leistung zeigte und zweifelsohne einer der stärksten Roßdorfer an diesem Tag war.

Bilder: Michael Pohl-FSV Cappel-